Industriemetalle / Commerzbank Commodity Research 31.01.2012:
Nach den Preisrückgängen der vergangenen beiden Handelstage legen die Metalle heute Morgen wieder zu. Neben einem schwächeren US-Dollar hilft auch die japanische Industrieproduktion, die im Dezember unerwartet stark gestiegen ist, was teilweise eine Gegenbewegung nach dem schwachen Vormonat gewesen ist. Dieser war durch die Überflutungen in Thailand nach unten verzerrt, was zu Lieferausfällen in der Automobilindustrie führte. Dennoch scheint der Abwärtstrend seit Jahresmitte 2011 gestoppt. Der Wiederaufbau nach der Erdbebenkatastrophe dürfte auch in den kommenden Monaten eine stabile Inlandsnachfrage erzeugen. Japan zählt bei nahezu allen Metallen zu den weltweit größten Konsumenten. Nach der gestern von uns berichteten robusten Kupfernachfrage gibt es heute Daten zu den Produktionszahlen aus zwei der wichtigsten Anbieterländer. So meldet das Nationale Statistikinstitut in Chile für das Gesamtjahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang der Kupferproduktion von 3,2% auf 5,25 Mio. Tonnen. Verantwortlich hierfür waren niedrigere Metallgehalte in den Erzen, Streiks und schlechte Wetterbedingungen. Chile ist mit einem Marktanteil von 34% der mit Abstand größte Kupferminenproduzent. Zeitgleich berichtet das indonesische Handelsministerium für 2011 einen Einbruch der Kupferexporte um 44% auf nur noch 1,18 Mio. Tonnen. Indonesien ist der weltweit fünftgrößte Kupferminenproduzent. Die Angebots/Nachfrage-Situation am globalen Kupfermarkt bleibt daher äußerst angespannt, wodurch der Kupferpreis gut unterstützt sein sollte.
WGM Geschäftsklima NE-Metallhalbzeug
Das Geschäftsklima im Handel mit NE-Metallhalbzeug hat sich im Verlauf des 3. Quartals 2011 weiter eingetrübt. Das ist das Ergebnis der aktuellen WGM-Geschäftsklimaumfrage. Der WGM-Geschäftsklimaindex sank auf einen Wert von 112,3 Punkten und rutschte damit annähernd auf das Startniveau dieses Jahres. [mehr...]
Aufträge
Die Auftragseingänge in der Industrie stiegen vorläufigen Angaben zufolge im Oktober preis-, kalender- und saisonbereinigt um 5,2 % an. Im Vormonat waren sie abwärts revidiert um 4,6 % gesunken. [mehr...]
Produktion
Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe schwächte sich im November vorläufigen Angaben zufolge gegenüber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,6 % ab. Im Monat zuvor war sie um 0,8 % angestiegen. [mehr...]
ifo Geschäftsklima
Das ifo Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im November erstmals seit vier Monaten wieder etwas verbessert. [mehr...]
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