Industriemetalle / Commerzbank Commodity Research 30.07.2010:

 

Die Industriemetalle profitieren weiter vom anhaltend hohen Risikoappetit der Marktteilnehmer und konnten gestern in der Breite zulegen. Kupfer markierte mit knapp 7.300 USD je Tonne ein 3-Monatshoch, während Aluminium, Zink und Blei auf die höchsten Niveaus seit Mitte Mai stiegen. Heute Morgen halten sie sich weitgehend auf diesen Niveaus. Die verstärkte Aktivität der Investoren dürfte sich auch in der heutigen CFTC-Statistik widerspiegeln. Unterstützung erhalten die Metallpreise auch vom Baltic Dry Index, dem Frachtratenindex für die Bulkware wie Kohle oder Eisenerz. Nach seinem Einbruch um 60% zwischen Ende Mai und Mitte Juli ist dieser seitdem an 10 aufeinanderfolgenden Handelstagen ununterbrochen um insgesamt 14% gestiegen. Für neue Impulse an den Metallmärkten werden die Wirtschaftsdaten sorgen. Heute Nachmittag stehen das BIP, der Einkaufsmanagerindex und das Konsumenten-vertrauen in den USA zur Veröffentlichung an. Die über Nacht berichteten Wirtschaftsdaten aus Japan fielen bereits schwach aus, wobei die Industrieproduktion und der Einkaufsmanagerindex PMI fielen. Der Aktienindex Nikkei 225 verlor heute bereits 1,6%. Auch die Rohstoffmärkte dürfte die Schwäche der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft belasten. Im Vorjahr stellte Japan bei Aluminium 4%, bei Kupfer 5% und bei Nickel sogar 11% der Weltnachfrage. Die besondere Aufmerksamkeit des Rohstoffmarktes dürfte jedoch der chinesische Einkaufsmanagerindex PMI für das verarbeitende Gewerbe auf sich lenken, der am Wochenende veröffentlicht wird.

WGM Geschäftsklima NE-Metallhalbzeug

Das Geschäftsklima des NE-Metallhalbzeughandels (berechnet aus der Lage und den Erwartungen) hat sich in den zurückliegenden drei Monaten deutlich verbessert. Ausschlaggebend hierfür sind die weiterhin positiven Beurteilungen der aktuellen Geschäftslage und sowie die optimistischen Erwartungen. [mehr...]

Aufträge

Die Auftragseingänge in der Industrie haben sich vorläufigen Angaben zufolge im Mai preis- und saisonbereinigt um 0,5 % verringert. Im Vormonat hatten sie aufwärts revidiert um 3,2 % zugenommen. Der Umfang an Großaufträgen war für einen Mai unterdurchschnittlich [mehr...]

Produktion

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe ist im Mai vorläufigen Angaben zufolge preis- und saisonbereinigt kräftig um 2,6 % angestiegen. Im Vormonat hatte sie sich aufwärts revidiert um 1,2 % erhöht. Während die Erzeugung im Bauhauptgewerbe nach den Aufwüchsen in den Vormonaten um 2,3 % eingeschränkt wurde, nahm die Industrieproduktion überaus kräftig um 3,4 % weiter zu [mehr...]

ifo Geschäftsklima

Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands ist im Juli deutlich gestiegen. Diese Zunahme ist der größte Sprung nach oben seit der Wiedervereinigung Deutschlands [mehr...]